Wir impfen Sie gegen Influenza
Die Grippe (Influenza) ist keine harmlose Erkältung, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung. Die Grippeschutzimpfung ist die beste Möglichkeit, sich und andere gegen Grippe zu schützen. In Ihrer Apotheke vor Ort können Sie sich schnell und unkompliziert gegen Grippe impfen lassen.
- Voraussetzung für die DienstleistungSie können sich in der Apotheke impfen lassen, wenn Sie mindestens 18 Jahre alt sind und keine medizinischen Gründe dagegensprechen. Das wird vor der Impfung in der Apotheke geprüft.
- Sichere VerabreichungDie Impfung ist genauso sicher wie eine Impfung in einer Arztpraxis. Die Grippeimpfung wird von speziell geschulten und zertifizierten Apothekerinnen und Apothekern durchgeführt, die nach strengen medizinischen und hygienischen Standards arbeiten.
- Verlässliche DokumentationÜber die erfolgte Schutzimpfung erhalten Sie in der Apotheke einen Nachweis. Dieser wird in der Regel direkt in Ihren Impfausweis eingetragen, sodass Sie alle wichtigen Daten zu Ihrem Impfschutz stets griffbereit und lückenlos dokumentiert haben. Deshalb bringen Sie bitte Ihren Impfausweis mit in die Apotheke.
Hinweis zur Transparenz
Die folgenden medizinisch-fachlichen Inhalte basieren auf den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) und den Fachinformationen des Robert Koch-Instituts (RKI).
Wichtige Informationen zu Influenza und zur Grippeschutzimpfung
1. Was Sie über Influenza („echte” Grippe) wissen sollten

Die Grippe (Influenza) ist eine virale Infektionskrankheit, die ihren Höhepunkt in der Regel nach dem Jahreswechsel erreicht. In vielen Fällen verläuft sie harmlos, doch besonders älteren Menschen und Menschen mit gesundheitlichen Risikofaktoren drohen schwere oder sogar lebensgefährliche Komplikationen. Das zeigt sich auch an den Todesfällen im Zusammenhang mit einer Grippewelle: Ihre Zahl schwankt je nach Saison stark und kann von einigen Hundert bis zu mehr als 20.000 Opfern reichen.
Das Virus verbreitet sich hauptsächlich über erregerhaltige Tröpfchen und Aerosole in der Luft. Eine Ansteckung ist aber ebenso über verunreinigte Oberflächen oder den Handkontakt möglich, wenn das Virus auf diesem Weg an die Schleimhäute gelangt.
Influenzaviren verändern sich immer wieder und passen sich ständig an die Umgebung an, auch innerhalb einer Saison. Deshalb sollte die Influenza-Impfung jedes Jahr aufgefrischt werden.
Da der Körper etwa 10 bis 14 Tage benötigt, um den Impfschutz aufzubauen, empfiehlt sich die Schutzimpfung bis Mitte Dezember, also noch bevor die Grippewelle ihren Höchststand erreicht. Aber auch eine Impfung im Januar oder Februar ist noch möglich.
2. Impfschutz vor möglichen Krankheitsverläufen
Die Influenza äußert sich typischerweise durch ein abrupt einsetzendes, starkes Krankheitsgefühl, das von hohem Fieber, Gliederschmerzen sowie Kopf- und Halsschmerzen begleitet wird. Oft kommen starker Husten sowie eine ausgeprägte körperliche Erschöpfung und Abgeschlagenheit hinzu.
In schweren Fällen kann die Influenza zu gravierenden gesundheitlichen Folgeschäden führen. Dazu zählen Lungenentzündungen sowie akute Verschlechterungen bestehender chronischer Lungenleiden. Auch das Herz-Kreislauf-System kann stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Das kann zu Herzinfarkten oder Schlaganfällen führen. Zu den selteneren, aber schwerwiegenden Begleiterkrankungen gehören Gehirn- oder Herzmuskelentzündungen. Bei Kindern treten häufig Mittelohrentzündungen auf. In extremen Fällen, insbesondere bei schweren Vorerkrankungen oder einem ungünstigen Krankheitsverlauf, kann eine Influenza-Infektion tödlich enden. Mit der jährlichen Grippeschutzimpfung können viele schwere Erkrankungen verhindert werden.
3. Aktuelle Impfempfehlung
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung unter anderem folgenden Personengruppen:
- Menschen ab 60 Jahren
- Menschen mit einer chronischen Erkrankung, z. B. der Atmungsorgane, der Leber oder Nieren oder des Herz-Kreislauf-Systems oder Diabetes
- Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel sowie bereits ab Beginn der Schwangerschaft, wenn aufgrund einer Grunderkrankung ein erhöhtes gesundheitliches Risiko besteht
- Bewohnende von Pflegeheimen
- Personen, die mit Risikopatientinnen oder Risikopatienten zusammenwohnen oder sie betreuen
- Menschen, die in Einrichtungen mit Publikumsverkehr arbeiten
- Medizin- und Pflegepersonal
- Personen mit häufigem und direktem Kontakt zu z. B. Geflügel und Wildvögeln, Schweinen oder Robben
In diesen Fällen ist die Impfung in öffentlichen Apotheken für gesetzlich krankenversicherte Patientinnen und Patienten kostenlos. Erwachsene, die bei bestimmten gesetzlichen Krankenkassen versichert sind, können sich auch unabhängig davon kostenlos impfen lassen. Ob Ihre Krankenkasse dazu gehört, können Sie hier nachsehen. Darüber hinaus sind auch Impfungen für privat Versicherte und Selbstzahler in Apotheken möglich.
4. So profitieren Sie von dieser Dienstleistung
Einfach und unkompliziert
Persönliche Beratung
Gut geschützt
5. Häufige Fragen zur Grippeschutzimpfung
Nach einer Grippeschutzimpfung können vorübergehende Beschwerden auftreten, dazu zählen beispielsweise Schmerzen oder Rötungen an der Einstichstelle. Bei Hochdosis-Impfstoffen und MF-59-adjuvantierten Impfstoffen können Reaktionen wie Fieber oder Kopfschmerzen etwas häufiger vorkommen. Diese Beschwerden sind in der Regel vorübergehend und verschwinden meist innerhalb weniger Tage wieder. Schwerwiegende oder dauerhaft anhaltende Nebenwirkungen treten nur sehr selten auf.
Wie gut der Schutz ausfällt, schwankt von Jahr zu Jahr und kann sich sogar während einer laufenden Welle verändern, falls sich die zirkulierenden Erreger verändern. Mehrere Faktoren beeinflussen den Erfolg der Impfung: Impfstofftyp und dessen Zusammensetzung, Virusveränderungen, Vorbestehende Immunität des Körpers, Alter der geimpften Person
Für Menschen ab dem 60. Lebensjahr stehen speziell entwickelte sogenannte Hochdosis- oder MF-59-adjuvantierte Impfstoffe zur Verfügung, die einen besseren Schutz als Standardimpfstoffe bieten.
Die beiden Erkrankungen werden durch unterschiedliche Viren verursacht. Die Grippeschutzimpfung richtet sich gezielt gegen Influenzaviren und schützt daher nicht vor einer gewöhnlichen Erkältung. Gegen grippale Infekte gibt es keine Impfung.
Gegenanzeigen und besondere Vorsichtsmaßnahmen bei der Grippeschutzimpfung
Nicht in jeder Situation ist eine Impfung ratsam oder sofort möglich. Eine wichtige Kontraindikation stellt ein akuter, fieberhafter Infekt dar: Liegt die Körpertemperatur bei 38,5 Grad oder höher, sollte die Impfung verschoben und nach vollständiger Genesung nachgeholt werden.
Auch im Hinblick auf bekannte Allergien gibt es klare Richtlinien. Während Personen mit leichten Reaktionen auf Hühnereiweiß ohne besondere Überwachung geimpft werden können, stehen für Patientinnen und Patienten mit starken Allergien spezielle, hühnereiweißfreie Influenza-Impfstoffe zur Verfügung, die eine sichere Anwendung ermöglichen.
Im höheren Lebensalter reagiert das Immunsystem häufig weniger stark auf eine Impfung als in jüngeren Jahren. Gleichzeitig steigt das Risiko, dass eine Influenza schwer verläuft oder Komplikationen verursacht. Der Großteil aller Todesfälle im Zusammenhang mit Influenza entfällt auf die Altersgruppe ab 60 Jahren.
Um diesen Risiken entgegenzuwirken, empfiehlt die STIKO für Personen ab 60 Jahren gezielt Impfstoffe, die eine stärkere Immunantwort hervorrufen. Zur Auswahl stehen hierbei zwei Optionen: Hochdosis-Impfstoff, MF-59-adjuvantierter Impfstoff
Beide Vakzine bieten einen verbesserten Schutz gegenüber Standardimpfstoffen und werden von der STIKO für diese Altersgruppe als gleichwertig empfohlen.
(Hinweis und Link zu STIKO FAQ)
Ausführliche Fachinformationen und weitere Antworten finden Sie direkt beim RKI.
(Haftungsausschluss:)
Hinweis: Die redaktionellen Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine persönliche Beratung oder Untersuchung in der Apotheke oder in der Arztpraxis.