Wir begleiten Ihre orale Krebstherapie
Diese Dienstleistung zielt darauf ab, Sie bei der Einnahme Ihrer Krebsmedikamente zu begleiten. Die individuelle Beratung kann die Anwendung Ihrer Medikamente verbessern.
- Wann und wie häufig Sie diese Dienstleistung erhalten könnenWenn Sie seit Kurzem ein oder mehrere Krebsmedikamente einnehmen, einmalig in den ersten 6 Monaten nach Beginn dieser Therapie.
- Sichere AnwendungPotenzielle Sicherheitsrisiken bei der Kombination verschiedener Medikamente kann Ihre Apothekerin oder Ihr Apotheker frühzeitig erkennen. Dabei wird verstärkt auf die Eigenschaften und Besonderheiten der Krebsmedikamente zum Einnehmen eingegangen.
- MedikationsplanSie erhalten einen aktuellen und vollständigen Medikationsplan, der den Erfolg Ihrer Therapie sicherstellt.
Betreuung bei Einnahme von Krebsmedikamenten
1. So läuft die Dienstleistung ab

Für diese Dienstleistung sollten Sie zwei Gesprächstermine an getrennten Tagen einplanen. Zunächst planen Sie mit Ihrer Apotheke einen Termin zum Erstgespräch.
- Zu diesem nehmen Sie Ihren Medikationsplan und, falls griffbereit, weitere relevante Dokumente wie Laborwerte und Arztbriefe mit.
- Außerdem bringen Sie alle Ihre Medikamente mit. Hierzu zählen auch selbst gekaufte Medikamente, pflanzliche Präparate und Nahrungsergänzungsmittel.
- Bei Medikamenten, die Sie im Kühlschrank lagern, bringen Sie bitte nur die Verpackung mit und lassen das kühlpflichtige Medikament selbst zuhause.
- Bei großen oder sperrigen Inhalationsgeräten reicht die Verpackung ebenfalls aus.
2. Das Erstgespräch
Bei diesem Erstgespräch wird mit Ihnen ausführlich über alle Ihre Medikamente und deren Anwendung gesprochen.
- Besonders intensiv wird dabei auf die Besonderheiten Ihrer Krebsmedikamente eingegangen.
- Sie können Ihre Bedenken zu bestimmten Medikamenten äußern und offen über aktuelle Beschwerden sprechen.
- Teilen Sie bei selbst gekauften Medikamenten auch mit, was Sie mit der Einnahme erreichen wollen, z. B. weniger Schmerzen zu haben.
- Relevant ist auch, wie Ihre Lebensumstände sind und Ihr Lebensstil ist. Sind Sie zum Beispiel schwanger oder rauchen Sie?
Diese einmal erhobenen Daten wertet die Apothekerin oder der Apotheker im Anschluss aus. Bei diesem Prozess sind Sie nicht vor Ort dabei.
- Die Apothekerin oder der Apotheker überprüft, ob alles gut zusammenpasst und was für Sie bei Ihren Medikamenten noch optimiert werden kann.
- Der Schwerpunkt dieser Prüfung liegt hierbei auf Ihren Krebsmedikamenten. Auf dieser Basis wird ein vollständiger und aktueller Medikationsplan erstellt.
- Bei Bedarf geschieht dies – sofern Sie vorher eingewilligt haben – in enger Zusammenarbeit mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.
3. Das Zweitgespräch
In einem Zweitgespräch erhalten Sie Ihren Medikationsplan und werden intensiv zu diesem beraten.
- Auf die Einnahme Ihrer Krebsmedikamente wird dabei besonders eingegangen und Sie erhalten gegebenenfalls einen zusätzlichen Einnahmeplan für diese.
- Alle Fragen, die Sie zu Ihren Medikamenten haben, können Sie nun stellen.
- Zwei bis sechs Monate nach diesen beiden Gesprächen können Sie in einem Folgegespräch auf gegebenenfalls weiterhin auftretende Anwendungsprobleme eingehen und neu aufgekommene Fragen klären.
4. So profitieren Sie von dieser Dienstleistung
Mehr Übersicht
Individuelle Beratung
Erkennen und Lösen von Risiken und Nebenwirkungen
Aktueller Medikationsplan
5. Häufige Fragen zum Thema Krebstherapie
Bei Krebserkrankungen verändern sich die Zellen des eigenen Körpers. Sie können dann nicht mehr ihre ursprüngliche Funktion erfüllen und vermehren sich eigenständig. Sogenannte bösartige Tumore wachsen dabei auch in gesundes Gewebe ein und verbreiten sich im Körper. Es gibt viele verschiedene Arten von Krebs, die Zellen in unterschiedlichen Organsystemen und Geweben betreffen. Langfristig können die betroffenen Organe und Gewebe dadurch geschädigt werden und ihre Funktionsfähigkeit verlieren.
Je nach Krebsart gibt es viele verschiedene Behandlungsformen. Hierzu zählen beispielsweise Operation, Strahlentherapie, Chemotherapie und Stammzelltransplantationen. Diese Behandlungsmöglichkeiten sind oft mit langen Aufenthalten in Krankenhäusern oder onkologischen Praxen verbunden. Medikamente gegen Krebserkrankungen werden oft als individuell dosierte Flüssigkeiten direkt in die Venen verabreicht. Das passiert in der Regel in Krankenhäusern oder Arztpraxen. Einige Krebserkrankungen lassen sich auch mit Tabletten oder Kapseln behandeln, die der Patient oder die Patientin zu Hause eigenständig einnehmen kann. Man spricht von Krebsmedikamenten zum Einnehmen. Diese Form der Therapie wird in der Regel als angenehmer empfunden – dennoch kann es wie bei allen Behandlungsarten zu Nebenwirkungen kommen.
Damit die Therapie erfolgreich ist, müssen die Krebsmedikamente sehr gewissenhaft und korrekt eingenommen werden. Das erfordert ein hohes Maß an Eigenverantwortung. Wenn weitere Medikamente gegen andere Krankheiten hinzukommen, kann es schwerfallen, den Überblick zu behalten. Zudem lösen Krebsmedikamente in der Regel Neben- oder Wechselwirkungen aus. Es ist deshalb besonders wichtig, die Verträglichkeit überprüfen zu lassen und die Einnahme zu optimieren.
Sie haben den Anspruch, individuell zu Ihren Medikamenten betreut zu werden, insbesondere im Hinblick auf die Besonderheiten Ihrer Krebsmedikamente. In Ihrer Apotheke vor Ort können Sie Ihren Medikationsplan auf Unverträglichkeiten überprüfen lassen und mit speziell fortgebildeten Apothekerinnen und Apothekern über alle eingenommenen Präparate sprechen. Sie werden intensiv bezüglich der Anwendung beraten und erhalten einen aktualisierten Medikationsplan.