Wir begleiten Ihre Polymedikation

Wenn Sie fünf oder mehr Medikamente anwenden, spricht man von Polymedikation. Für Patientinnen und Patienten mit Polymedikation gibt es eine pharmazeutische Dienstleistung zur Medikationsberatung mit Medikamentencheck. 

  • Wann und wie häufig Sie diese Dienstleistung erhalten können
    Wenn Sie mindestens fünf ärztlich verordnete Medikamente dauerhaft einnehmen, alle 12 Monate. Früher, wenn sich die Medikamente stark verändern (d. h. mindestens drei neue hinzukommen oder ausgetauscht werden).
  • Sichere Anwendung
    Eine Apothekerin oder ein Apotheker überprüft das Zusammenspiel aller angewendeten Medikamente, egal ob verschreibungspflichtig oder rezeptfrei. Potenzielle Sicherheitsrisiken können so frühzeitig erkannt werden. Durch die individuelle Beratung kann die Anwendung Ihrer Medikamente optimiert werden – bei rezeptpflichtigen Medikamenten im Austausch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
  • Medikationsplan
    Im Anschluss erhalten Sie einen aktuellen und vollständigen Medikationsplan, der den Erfolg Ihrer Therapie sicherstellt.
Pharmazeutische Dienstleistung

Erweiterte Medikationsberatung bei Polymedikation

1. So läuft die Dienstleistung ab

Für diese Dienstleistung sollten Sie zwei Gesprächstermine an getrennten Tagen einplanen. Zunächst planen Sie mit Ihrer Apotheke einen Termin zum Erstgespräch.

  • Zu diesem nehmen Sie Ihren Medikationsplan und, falls griffbereit, weitere relevante Dokumente wie Laborwerte und Arztbriefe mit.
  • Außerdem bringen Sie alle Ihre Medikamente mit. Hierzu zählen auch selbst gekaufte Medikamente, pflanzliche Präparate und Nahrungsergänzungsmittel.
  • Bei Medikamenten, die Sie im Kühlschrank lagern, bringen Sie bitte nur die Verpackung mit und lassen das kühlpflichtige Medikament selbst zuhause.
  • Bei großen oder sperrigen Inhalationsgeräten reicht die Verpackung ebenfalls aus.

2. Das Erstgespräch

Bei diesem Erstgespräch wird mit Ihnen ausführlich über alle Ihre Medikamente und deren Anwendung gesprochen.

  • Sie können Ihre Bedenken zu bestimmten Medikamenten äußern und offen über aktuelle Beschwerden sprechen.
  • Teilen Sie bei selbst gekauften Medikamenten auch mit, was Sie mit der Einnahme erreichen wollen, z.B. weniger Schmerzen zu haben.
  • Relevant ist auch, wie Ihre Lebensumstände sind und Ihr Lebensstil ist. Sind Sie zum Beispiel schwanger oder rauchen Sie?

Diese einmal erhobenen Daten wertet die Apothekerin oder der Apotheker im Anschluss aus. Bei diesem Prozess sind Sie nicht vor Ort dabei.

  • Die Apothekerin oder der Apotheker überprüft, ob alles gut zusammenpasst und was für Sie bei Ihren Medikamenten noch optimiert werden kann.
  • Auf dieser Basis wird ein vollständiger und aktueller Medikationsplan erstellt.
  • Bei Bedarf geschieht dies – sofern Sie vorher eingewilligt haben – in enger Zusammenarbeit mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.

3. Das Zweitgespräch

  • In einem Zweitgespräch erhalten Sie Ihren Medikationsplan und werden intensiv zu diesem beraten.
  • Alle Fragen, die Sie zu Ihren Medikamenten haben, können Sie nun stellen.

4. So profitieren Sie von dieser Dienstleistung

Mehr Übersicht

Durch eine Überprüfung aus dem Blickwinkel der geschulten Apothekerinnen und Apotheker kann noch mehr Ordnung in Ihre Medikamenteneinnahme gebracht werden. Da es bei der gemeinsamen Anwendung vieler verschiedener Medikamente schwierig sein kann, den Überblick zu behalten, ist es wichtig, die Einnahme zu strukturieren und zu optimieren.

Individuelle Beratung 

Die Apothekerin oder der Apotheker betrachtet Sie mit einem Überblick über alle verwendeten Medikamente und Präparate und geht individuell auf Ihre Einnahme- und Lebensgewohnheiten ein. Auf dieser Basis bekommen Sie praktische Tipps zur Anwendung.

Weniger Neben- oder Wechselwirkungen

Bei der Beratung analysiert die Apothekerin oder der Apotheker Nebenwirkungen und erkennt mögliche Risiken frühzeitig. Oft lassen sich Neben- oder Wechselwirkungen bereits durch Änderungen z. B. des Einnahmezeitpunkts verringern.

Aktueller Medikationsplan

Um langfristig von der Dienstleistung zu profitieren, erhalten Sie einen vollständigen, aktuellen und apothekerlich geprüften Medikationsplan.

5. Häufige Fragen zum Thema Polymedikation  

Von Polymedikation oder Multimedikation spricht man, wenn mehr als fünf Medikamente gleichzeitig dauerhaft angewendet werden. Medikamente können helfen, Krankheiten vorzubeugen, zu lindern und zu heilen. Werden gleichzeitig mehrere Krankheiten behandelt, kann die Medikamentenanzahl schnell steigen. Das ist oft richtig und sinnvoll, kann aber auch zu Problemen führen.

Für eine sichere und erfolgreiche Therapie ist es wichtig, dass Sie Ihre Medikamente richtig anwenden. Das ist nicht immer einfach! Das richtige Medikament muss korrekt, regelmäßig, in der richtigen Dosis und zum richtigen Zeitpunkt eingenommen oder angewendet werden. Werden viele verschiedene Medikamente gleichzeitig eingesetzt, kann hier leicht der Überblick verloren gehen. Durch wechselnde Verpackungen und Tabletten, die sich auf den ersten Blick ähneln, wird die Anwendung zusätzlich erschwert. Außerdem steigt mit jedem weiteren Medikament das Risiko für Nebenwirkungen. Dabei handelt es sich oft um Beschwerden wie Müdigkeit, Schwindel, Übelkeit oder Verwirrtheit. Die Folgen können Stürze und schwere Verletzungen sein. Umso wichtiger ist es, kontrollieren zu lassen, ob Ihre Medikamente miteinander verträglich sind.

Für eine sichere und erfolgreiche Therapie ist es wichtig, dass Sie Ihre Medikamente richtig anwenden. Das ist nicht immer einfach! Das richtige Medikament muss korrekt, regelmäßig, in der richtigen Dosis und zum richtigen Zeitpunkt eingenommen oder angewendet werden. Werden viele verschiedene Medikamente gleichzeitig eingesetzt, kann hier leicht der Überblick verloren gehen. Durch wechselnde Verpackungen und Tabletten, die sich auf den ersten Blick ähneln, wird die Anwendung zusätzlich erschwert. Außerdem steigt mit jedem weiteren Medikament das Risiko für Nebenwirkungen. Dabei handelt es sich oft um Beschwerden wie Müdigkeit, Schwindel, Übelkeit oder Verwirrtheit. Die Folgen können Stürze und schwere Verletzungen sein. Umso wichtiger ist es, kontrollieren zu lassen, ob Ihre Medikamente miteinander verträglich sind.

Die Schweigepflichtentbindung ist nötig, damit die Apothekerin oder der Apotheker mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über Ihre Medikamente und Krankheiten sprechen darf. Diese Zustimmung ist freiwillig. Ohne Ihre Zustimmung werden keinerlei Informationen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt weitergegeben.

Die Therapiehoheit bleibt bei der Ärztin oder beim Arzt, daran ändert die Dienstleistung aus der Apotheke nichts. Es bleibt eine ärztliche Entscheidung, welche verschreibungspflichtigen Medikamente Ihnen in welcher Dosierung verordnet werden. Dank der Dienstleistung können Apothekerinnen und Apotheker und Ärztinnen und Ärzte zu Ihrem Wohl noch besser zusammenarbeiten.

Apothekerinnen und Apotheker sind Experten für Medikamente. Je häufiger Ihre Medikamente kontrolliert werden, gerade wenn Sie mehrere gleichzeitig einnehmen, desto wahrscheinlicher werden etwaige Fehler aufgedeckt. Das nützt Ihrer Gesundheit. Durch die Übersicht über Ihre Medikamente und den pharmazeutischen Blickwinkel der Apothekerinnen und Apotheker bietet Ihnen diese Leistung einen Mehrwert.

Mit einem Medikationsplan haben Sie den Überblick über alle Ihre Medikamente. In Ihrer Apotheke vor Ort können Sie diesen unter anderem auf Wechselwirkungen überprüfen lassen und mit speziell fortgebildeten Apothekern und Apothekerinnen über alle verwendeten Medikamente sprechen. Es wird geprüft, ob alles gut zusammenpasst, Sie werden intensiv zur Anwendung beraten und erhalten im Anschluss einen aktualisierten und vollständigen Medikationsplan.

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